Viele Stellen wurden abgebaut, die Arbeit ist knapp. Mancher Traum von einem eigenen Haus zerplatzte: Statt dem schönen, behaglichen Leben logiert man nun in einer gemieteten Wohnung, wöchentlich zu Gast beim Arbeitsamt, um endlich wieder eine Arbeit zu bekommen. Man hat schließlich einst nach der erfolgreichen Schule eine Ausbildung gemacht, die einem einiges abverlangte. Jahrelange Berufserfahrung hat man angesammelt, jede erdenkliche Fortbildung mitgemacht. Zu welchem Preis? Man bekam eine betriebsbedingte Kündigung, weil die Wirtschaftskrise auch den eigenen Betrieb mit in den Strudel des Verderbens gerissen hat.
Eine neue Arbeit zu finden, ist schwer, denn vor allem branchenbezogene Stellen sind ja meistens rar. Also wartet man auf die Fügung des Schicksals, schickt Bewerbungen und hofft. Mürbe macht einen die fehlende Aufgabe, die Arbeit, die einen früher so oft genervt hat. Heute wäre man froh, wenn der Chef einen noch ärgern und mit lästigen Aufgaben versehen würde. Irgendwann kommt der Tag der Entscheidung: Es gibt die Möglichkeit, die Situation zu akzeptieren, arbeitslos und ohne Perspektive durchs Leben zu vegetieren. Die andere Möglichkeit ist es, die Sache anders anzugehen, und einen schlechter bezahlten Hilfsjob anzunehmen, um die Zeit zu überbrücken, bis man entweder in den Ruhestand gehen kann oder wieder eine passende Stelle findet, für die man sich einst qualifiziert hat.
Gerade in der Automobilbranche, in der Metallverarbeitung und einigen anderen Zweigen ist es im Moment einfach sehr schwer, eine Arbeit zu finden. Mit etwas Bemühungen kann man andere Arbeiten finden, die zwar eine Übergangslösung sind, aber wenigstens die laufenden Verpflichtungen – meist mit einigen Einschränkungen – nicht zu einer Schuldenfalle werden lassen.
