Die Stadt Winnenden ist heute genau vor einem Jahr durch einen grausamen Amoklauf berühmt geworden. Immer noch liegt ein Schleier von Trauer und Unverständnis über der Stadt. Genau zur Tatzeit trafen sich alle Betroffenen in der Schule, die neu renoviert wurde, wo damals das Unglaubliche geschah. Wo ein ehemaliger Schüler wahllos auf Schüler und Lehrer schoss und sich danach selbst tötete, versteht die Tat heute noch niemand. Mit einer Pistole, die er von seinem Vater gestohlen hatte, konnte der Amokläufer seine schreckliche Tat ausüben, was eine Verschärfung der Waffenordnung in Deutschland als Konsequenz hatte.
Dieses Attentat forderte 15 Todesopfer und Hunderte Schüler, die ein Trauma erlitten. Allein die Vorstellung, was diese Schüler erleben mussten, ließ ganz Deutschland in tiefe Trauer fallen. Alle Medien berichteten nur noch über diesen Vorfall. Auch die Trauerfeier wurde in die Öffentlichkeit getragen. Alle Bürger, Verwandten und Mitschüler versammelten sich dazu in einer Kirche, um gemeinsam Abschied von den Opfern zu nehmen. Sogar vor der Kirche wurden große Leinwände aufgestellt, da nicht alle Trauergäste in der Kirche Platz fanden. Ihr Mitgefühl zeigten manche auch damit, dass sie Massen von Blumen und Kerzen vor der Schule in Winnenden und der Kirche ablegten.
Trotz solcher Vorfälle sollte man nicht jemanden verurteilen, der gerne ein Computerspiel spielt, oder im Schützenverein tätig ist. Natürlich mag dies für Täter auch ein Mittel sein, um in ihrer Welt ihre Fantasien zu auszuleben, doch nicht jeder, der ein solches Hobby hat, ist zugleich ein Attentäter. Hochgebauscht wurde dieses Thema auch von den Medien und den vielen Nachäffern, die nur aus jugendlicher Dummheit eine angebliche Drohung an irgendwelche Wände schmierten. Dies wurde jedoch sogleich damit bestraft, dass die Polizei diejenigen von der Schule abgeholt hat. Hohe Strafen folgten, die eine Wiederholung eines solchen Schauspiels, wie in Winnenden geschehen, verhindern würden.
